Die Annakapelle befindet sich auf dem Feldweg Anna Steurergasse zwischen Wöllersdorf und Steinabrückl.
Es handelt sich um einen spätgotischen Türstock bzw. Tabernakel mit Walmdach. Die Einrichtung ist einfach, Holzkreuz mit Corpus, Bildern, Leuchten und naiver Steinfigur "Denkender Heiland" im Tabernakel. Die Inschrift lautet "Heilige Mutter Anna, bitte für uns".
Es gibt es jedoch keine genaue Entstehungs- bzw. Zeitzuordnung. Sie könnte eventuell aus der Georgskapelle (Pfarrkirche Wöllersdorf) stammen.
(Quelle: Manfred Mannsberger "Die Kunstdenkmäler Wöllersdorfs")
Adresse:
2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Am 1. September 1877 wurde die Eisenbahnlinie von Leobersdorf nach Gutenstein eröffnet.
Die Eröffnung der Eisenbahnstrecke Bad Fischau - Wöllersdorf erfolgte am 15. April 1897 und die Verbindungsstrecke Feuerwerksanstalt - Steinabrückl wurde am 27. August 1900 in Betrieb genommen.
Adresse:
Untere Bahnhofstraße, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Dr. med. Jakob Rosenfeld verbrachte seine Kinder- und Jugendjahre in Wöllersdorf, wurde jedoch ein Opfer seiner Zeit und Religionszugehörigkeit. Sein hohes medizinisches Wissen und Können - gepaart mit beispielhaftem sozialem Engagement konnte er daher nicht hier in Österreich, sondern im fernen China unter Beweis stellen. Er verstarb 1952 während eines Aufenthaltes in Tel Aviv, wo sich auch seine Grabstätte befindet.
Der Gedenkstein stammt aus der Nähe des Höhlturms, wo Jakob Rosenfeld in seiner Jugend oft war.
Adresse:
Vereinsgasse 11, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Am Ende der Ahorngasse finden Sie dieses 2004 zu Ehren des Hl. Josef Freinademetz (1852 - 1908) errichtete Marterl. Josef Freinademetz wirkte als Steyler Missionar in China.
Adresse:
Ahorngasse, 2751 Steinabrückl
Von der Römerzeit bis ins beginnende 20. Jahrhundert wurde Wöllersdorfer Stein bei vielen Anlagen und Bauwerken verwendet. Votivkirche, Palais Ferstl und die Festungsanlage Wiener Neustadt sind namhafte Beispiele hierfür.
Das Kreuz und die Exponate sind Zeugen dieser Zeit und sollen an die harte Arbeit und das Schicksal der Menschen in den Steinbrüchen erinnern.
Errichtet 1988 unter Bgm. Helmut Grüner.
Adresse:
B21, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Er wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut und diente als Schutz vor Räuberbanden und zur Sicherung einer unterirdischen Höhle, von welcher heute noch ein Teil – der so genannte „Tanzsaal“ – zugänglich ist. Der Turm wurde renoviert und kann nun wieder betreten werden.
Er ist das Wahrzeichen der Gemeinde und auch Teil des Gemeindewappens und bietet einen wunderbaren Panoramablick auf den Ort.
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Der Höhlturm zu Wöllersorf - Eine Sage
Am Eingang des romantischen Piestingtales, hoch ober der Ortschaft Wöllersdorf, stehen die Reste eines kleinen, runden Turmes, der den Eingang zu einer in dem zerklüfteten Felsgestein befindlichen großen Höhle deckt. Dieser kleine Turm heißt der Höhlturm und die große Höhle die Turmhöhle und von beiden erzählt man sich folgende hübsche Sage:
In der Höhle hauste einmal ein armer, fremder Ritter, der um des ewigen Gespöttes, stets nur Höhlenteufel genannt zu werden, sich vor derselben eine Burg zu erbauen entschloß. Da aber dieser Ritter weder raubte, noch mordete, so war er sehr arm und konnte sich daher nur mit Mühe einen winzigen Turm und einen Stall für seinen mageren Gaul erbauen. Hier lebte er nun mit seinen zwei Knappen in den zwei kleinen Stockwerken des Turmes und war recht glücklich, trotzdem man ihn nun erst recht einen Bettelritter hieß.
Als aber einst der Feind in das Tal drang, da waren die Bewohner desselben froh, daß sie der Bettelritter in seine geschmähte Höhle gastlich aufnahm und ihnen unter seinem Schütze das argbedrohte Leben rettete. Die Anstrengungen des wilden Feindes, die verschanzte Höhle zu stürmen, mißlang. Dank der Umsicht des Ritters und die dankbare Bevölkerung hatte nun nicht genug Worte und Gaben des Dankes für den armen Ritter.
Der Bettelritter war nun reich und baute sich nun in diesem Tale eine feste Burg, die in späteren Zeiten ebenso gastlich der Bevölkerung sicheren Schutz vor den feindlichen Überfällen bot, als die frühere Felsenhöhle und der ehemalige Bettelritter wurde der Ahnherr des reichen, mächtigen, aber nie übermütigen Geschlechtes der Starhemberge.
(Quelle: Carl Calliano, Niederösterreichischer Sagenschatz, Wien 1924, Band I, S. 39)
Adresse:
Höhlturmweg 20, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
1842 wurde das Herrenhaus vom Steinbruchbesitzer Carl Vogl erbaut. Nach oftmaligem Besitzerwechsel kommt es 1924 zur Gründung des Immaculataklosters der Steyler Missionsschwestern. 1928 und 1929 wurden einige Umbauten durchgeführt, um 1970 entstand ein Zubau. Es befand sich eine Haushaltsschule und eine Krankenpflegestation im Kloster. Bis zum Jahr 1987 führten die Missionsschwestern auch einen Kindergarten.
Adresse:
Anna Steurergasse 1, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Das Denkmal wurde 1919 vom Wiener Neustädter Steinmetzmeister Goldschmid aus Granitblöcken angefertigt.
Renovierungen erfolgten in den Jahren 1954 und 1977. Auf der eingelassenen roten Marmortafel wurden die Namen der Wöllersdorfer Opfer des 1. Weltkrieges eingraviert. Auf einer Steintafel sind auch die Namen der Opfer des 2. Weltkrieges festgehalten.
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
Kirchengasse 14, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Im I. Weltkrieg (1914-1918) waren die Wöllersdorfer Werke in der Feuerwerksanstalt die größte Produktionsstätte für Munition in der Monarchie. Mehr als 40.00
0 Menschen, vor allem Frauen, waren beschäftigt. 18.000 Leute aus allen Ländern der Monarchie lebten in Baracken.
Die Steinabrückler Pfarre hatte die seelsorgliche Betreuung. So hat man die Verstorbenen auf einem Feld hinter dem Friedhof beerdigt. Die Stätte bekam 1983-1984 ein würdiges Aussehen. Die Rasenfläche zieren Granitkreuze. Entlang eines Umganges stehen Grabstellen an denen die Namen der Toten nach ihren Herkunftsländern verzeichnet sind: Von Tirol bis Galizien, von Böhmen bis Kroatien.
In der Mitte der Anlage steht ein aus Natursteinen erbauter mächtiger Obelisk. Auf einer eingelassenen Marmortafel liest man: "Den 423 Kriegstoten aus 1914-1918". Die drei anderen Tafeln tragen die Namen der in den beiden Weltkriegen ums Leben gekommenen Steinabrückler. Beim Lesen kommt man auf erschütternde Zahlen: 1914-1918 22 Opfer, 1939-1945 60 Tote und 27 Vermißte.
An der Ostseite steht ein Denkmal für die Opfer der Brandkatastrophe in den Wöllersdorfer Werken vom 18. September 1918.
(Quelle: Dir. Hermann Schifer)
Adressse:
Kirchengasse, 2751 Wöllersdorf-Steinabrückl
Das 1914–16 durch Ludwig Müller errichtete, als eines von wenigen erhaltene Gebäude der Feuerwerksanstalt ist heute die Zentrale der Kirchdorfer Gruppe.
Adresse:
Kirchdorferplatz, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Die ab 1933 autoritär handelnde Regierung Dollfuß verordnete im September 1933 die Errichtung eines Anhaltelagers für ihre Gegner - vorerst für Kommunisten und Sozialdemokraten, später auch für illegale Nationalsozialisten. Die Wahl des Standortes fiel auf Wöllersdorf. Hier standen die Objekte der ehemaligen Wöllersdorfer Werke seit 1922 leer. Nach den blutigen Februartagen 1934 wurde das Lager rasch erweitert, um hunderte Häftlinge aufzunehmen.
Am 12. Februar 1974 errichtete man zur Mahnung an diese unselige Zeit unserer Geschichte dieses Mahnmal. Eine der Inschriften lautet: "Den Opfern im Kampf für die Demokratie und Freiheit in Österreich".
Das Denkmal beim Kreisverkehr wurde ursprünglich vom Verein „Mahnmal Februar 1934“ errichtet und anschließend auf deren Ansuchen der Stadtgemeinde Wiener Neustadt übertragen. Die Stadt Wien ist in diesem Bereich Grundeigentümer, da sich in Wöllersdorf Wasserversorgungsanlagen der Stadt Wien (MA31) befinden. Es besteht ein privatrechtlicher Vertrag zwischen der Stadt Wien und der Stadtgemeinde Wiener Neustadt, aus dem hervorgeht, dass die Pflege des Denkmals und seines Umfeldes von der Stadtgemeinde Wiener Neustadt durchzuführen sind.
Für Fragen zur Denkmalpflege wenden Sie sich direkt an die Baudirektion des Magistrates Wiener Neustadt.
(Quelle: Dir. Hermann Schifer)
Adresse:
Römerstraße, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Das einst kupfergedeckte Wohnhaus stammt aus der 2. Hälte des 18. Jahrhunderts. Bis 1918 enthielt die Mühle eine Hauskapelle, in der im 18. Jhdt. häufig Messen gelesen wurden. Das zweigeschossige, längsgestreckte Barockschlössl verfügt über ein herrschaftliches Treppenhaus und Kapelle in risalitbetontem Mittelteil. Heute ist die Mühle als Wohnhaus im Besitz der Gemeinde, welche Dach und Fassade 1999 renoviert hat.
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
Mühle 1, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Der typische, brückennahe Standplatz wird 1784 erstmals als Station der Fronleichnamsprozession erwähnt. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ließ Mathäus Schmid von Schmidsfelden die Kapelle zum heiligen Johannes von Nepomuk umbauen.
1923 unterspülte die hoch-wasserführende Piesting die Fundamente der Kapelle und brachte sie samt der Brücke zum Einsturz. 1974 organisierte der Pfarr-gemeinderat den Bau einer neuen (jedoch kleineren) Kapelle und restaurierte die 1923 gerettete Johannesstatue.
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
Staudiglgasse 1, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Errichtet während der Pestepidemie um 1680. Der Standort könnte eine Pestgrube bezeichnen. Der Tabernakelpfeiler zeigt Gotik- und Renaissanceelemente. Statt dem heutigen Eisenkreuz mit Doppelbalken war vermutlich ehemals ein Steinkreuz.
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Die heutige Pfarrkirche auf dem Berg wurde zwischen 1829 und 1832 unter Baumeister Nothaft (Leobersdorf) erbaut, nachdem die 1774 durch Anton Spieß erbaute Marienkirche in den Jahren 1828 bis 1831 zunehmend verfiel und durch eine Piestingüberschwemmung 1831 endgültig unbenützbar wurde. Am 26. August 1832 wurde die neue Pfarrkirche durch Weihbischof Michael Leonhard feierlich eingeweiht.
1969 - 1971 wurde ein Pfarrhof mit Pfarrheim erbaut.
2008 - 2009 erfolgte eine umfangreiche Renovierung und einige Umbauten wurden vorgenommen. Im Zuge dieser Arbeiten erhielt die Kirche ein neues Kirchturmkreuz sowie eine Turmuhr und am 12. September 2009 wurde der neue Altar durch Kardinal Erzbischof Dr. Christoph Schönborn feierlich eingeweiht.
Adresse:
Kirchengasse, 2751 Steinabrückl
1335 wurde die "Capelle in Welestorf" im gotischen Stil errichtet. Das heute sichtbare Spitzbogentor an der Südseite der Kirche ist ein Rest aus dieser Bauepoche.
1759 ließ der Kupferwerksbesitzer Ferdinand Schmid die Kapelle erweitern und barockisieren. So bekam sie ihr heutiges Aussehen. Im Osten erhielt das Haus einen als Altarraum dienenden Anbau. Weiters brachte man die Sakristei, einen Beichtraum und die Stiegenaufgänge zu den beiden Oratorien an. Die Westseite erhielt Turm, Volutengiebel und Vorraum. Hochaltar, Kanzel und Orgel wurden von Ferdinand Schmid angeschafft. Anlässlich der 200 Jahr Feier der Pfarre erhielt die Kirche eine neue Orgel.
2002/03 erfolgte eine komplette Außenrenovierung und Trockenlegung der Kirche.
Im Jahr 2007 wurde der Altarraum neu gestaltet. Volksaltar und Ambo sind aus Wöllersdorfer Kalkstein gehauen.
Adresse:
Kirchengasse 14, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Der Obelisk wurde 1945 im Auftrag der russischen Militärbehörde von der Gemeinde Wöllersdorf zur Erinnerung an die gefallenen russischen Soldaten errichtet.
Charakteristik: mächtiges, stufenförmig aufgebautes Postament, darin zwei eingelassene Marmortafeln mit kyrillischer Inschrift, darüber kubischer Sockel mit Obelisk
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
Höhlturmweg, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Das „Schlössl“ in Wöllersdorf wurde Ende des 17. oder Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Ferdinand Schmid vergrößerte das Herrenhaus und gab ihm ein schlossähnliches Aussehen. Immer noch vorhanden sind zahlreiche Gewölbeformen. Die Familie betrieb einen Kupferhammer und produzierte ab 1759 auch Münzplatten aus Silber und Kupfer für das Wiener Münzamt.
1998 erwarb die Gemeinde das "Schlössl".
In den Jahren 2000 - 2002 wurde es renoviert und durch einen Zubau ergänzt. Heute beinhaltet es
9 Gemeindewohnungen, die Gemeindebücherei, Veranstaltungsräume und ein kleines Museum.
Adresse:
Staudiglgasse 4, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Adresse:
Tirolerbachstraße, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Die mit Lorbeerkranz versehene Gedenktafel ist dem Wöllersdorfer Opernsänger Josef Staudigl gewidmet und zeigt folgenden Text:
Dem Andenken des Sängers Josef Staudigl, geb. in diesem Hause am 14. April 1807
gewidmet v. Wr. Neustädter Männergesangs Vereine. 1863
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
Hauptstraße 20, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Das vom übrigen Ort Wöllersdorf abgeschiedene Cottageviertel stammt aus dem Jahr 1914 und besteht aus elf Gebäuden im Heimatstil.
Die ehemaligen Offizierswohnungen stehen in Zusammenhang mit den Wöllersdorfer Werken. Die verschieden strukturierten Gebäude sind mehrheitlich original erhalten.
Adresse:
Villenkolonie, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Die erste Schule baute man 1806. In ihr wurden ein Jahrhundert lang die Schüler unterrichtet. Da die Kinderzahl stetig wuchs, wurden zwei Klassen bereits in anderen Häusern untergebracht. 1905 hatte Steinabrückl 982 Einwohner, davon besuchten 202 die Volksschule (20%!). 1911 wurde die heutige Volks- und Sonderschule erbaut. 1987 - 1992 folgten Renovierungsarbeiten, Turnsaal- und Kindergartenbau.
Adresse:
Hauptstraße 5, 2751 Steinabrückl
Die heutige Volksschule Wöllersdorf wurde 1904 in nur 8-monatiger Bauzeit errichtet. Die Fassade ist von Spätbarock- und Rokokomotiven beherrscht. Die Fenster-brüstungen sind im Obergeschoß mit ornamentalen Reliefs geschmückt. Der Treppenaufgang im Inneren ist auf fünffache Arkatur gestützt. Heute noch sind mehrere Originaltürstöcke mit breiter Rahmung und massiver Verdachung vorhanden.
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
Schulgasse 8, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl
Um 1900 von Josef Bratsch in Erfüllung eines Gelübdes zur Andachtsstätte ausgebaut. Der ursprüngliche Name "Karolinenruhe" soll an den Absturz eines Mädchens nahe dieser Stelle erinnern. 1976 weihte man anlässlich der Wallfahrt einiger Ortsbewohner die Höhle zur "Lourdesgrotte". Die zur Andachtsstätte ausgebaute Brandungshöhle verfügt über eine moderne Bernadette- und Muttergottes-Statue (Zementguß).
(Quelle: Manfred Mannsberger)
Adresse:
Marchgraben, 2752 Wöllersdorf-Steinabrückl